Wenn wir über smarte Alarmanlagen sprechen, dann meinen wir in der Regel Systeme, die primär für die Haussicherheit zuständig sind. Es gibt allerdings auch interessante Alternativen. Eine davon nennt sich HOMEE Smarthome Zentrale. Mit dem HOMEE Brain Cube und Erweiterungsmodulen lassen sich unterschiedlichste Alarmszenarien zusammen mit klassischer Hausautomation umsetzen. Ist das System praktisch und sicher zugleich?

Der funktionale Unterschied zur herkömmlichen Funk-Alarmanlage

Bei der HOMEE Zentrale besteht der Fokus zunächst nicht auf der Alarmfunktion. Es handelt sich um ein breit einsetzbare Basisstation, die alle Aufgaben der Hausautomation übernehmen kann.

Dabei ist es zunächst unerheblich, welche Funktionen die Komponenten innehaben. Die Zentrale steuert vielfältige Komponenten, mit der Voraussetzung, dass sie über eins der vorhandenen Protokolle angebunden werden können.

Dabei ist es unerheblich, was mit den angelernten Komponenten gesteuert wird. Es kann die Waschmaschine, das Licht oder eben auch die Alarmanlage sein.

Gefahrenabwehr und Haussicherheit ist also nur ein Aspekt der HOMEE Zentrale. Die wirklichen Stärken des Systems erkennt der Nutzer erst bei Vernetzung der unterschiedlichsten SmartHome Komponenten.

Wie sicher ist ein Alarmsystem auf Basis des HOMEE Brain Cubes?

Die Sicherheit und Zuverlässigkeit eines Alarmsystems wird an den verschiedensten Stellen determiniert:

  • Funkfrequenz und Übertragungsprotokoll
  • Hardware der Komponenten und der Zentrale
  • Software der Komponenten und der Zentrale
  • Konfiguration bzw. nutzerindividuelle Systemeinstellungen
  • Benutzung

Wir wollen uns im Folgenden auf die Zentrale selbst konzentrieren. Existieren hier offenkundige Schwachstellen im Vergleich zu anderen funkbasierten Alarmsystemen? Die Vorteile von kabelgebundenen Anlagen sollen dabei ausdrücklich nicht betrachtet werden.

Die HOMME Zentrale, oder wie der auch genannt wird, der „Brain Cube“, funkt auf der 2,4 GHz Frequenz. Die Kommunikation mit den angebundenen Komponenten und Sensoren erfolgt damit auf einer Frequenz, die häufig stark ausgelastet ist. Ursächlich hierfür ist, dass beinahe alle Komponenten der Hausautomation auf dieser Frequenz funken. So auch unser heimisches W-LAN.

Gerade in Mehrfamilienhäusern oder auch in Häusern mit einem hohen Grad an Funkverkehr durch SmartHome Lösungen, ist eine Störanfälligkeit aufgrund einer ausgelasteten Frequenz systematisch nicht auszuschließen.

Zudem ist die 2,4 GHz Frequenz prinzipiell ungeeignet, eine störunsgfreie Kommunikation zwischen den Komponenten und der Zentrale umzusetzen. Die Frequenz hat eine niedrige Reichweite und eine schlechte Durchdringung von Wänden – ein Problem, das wir von unserem heimischen W-LAN alle nur allzu gut kennen.

Eine systemimmanente Störanfälligkeit birgt für den Nutzer ein weiteres Problem: Auch sinnvolle Einstellungen zum Sabotageschutz muss verzichtet werden, da sonst die Anzahl der Fehlalarme ein solches System unbrauchbar machen.

HOMEE bietet mit dem Z-Wave Cube eine sichere Erweiterung

HOMEE lässt uns mit dem Problem der 2,4 GHz Frequenz allerdings nicht alleine. Wer eine sichere Funk-Alarmanlage mit HOMEE aufbauen möchte, der sollte zum Z-Wave Cube greifen, eine Erweiterung, welche die 868 MHz Frequenz in das System integriert.

Z-Wave kommuniziert auf Funkfrequenzen zwischen 850 und 950 MHz. Das Protokoll bietet einen sicheren Kommunikationsstandard, der speziell für die Hausautomatisierung entwickelt wurde, und beseitigt damit die Schwachstellen eines rein auf dem 2,4 GHz basierenden Kommunikationsnetzwerks.

Auch ABUS bietet verschiedene Komponenten an, z.B. Alarmsirenen, die das Z-Wave Protokoll unterstützen. Für eine HOMEE Zentrale mit Z-Wave Erweiterung gibt es folglich auf dem Markt ausreichend Komponenten von namhaften Anbietern, die dem heimischen Alarmsystem angelernt werden können.

Fazit zu HOMEE SmartHome Alarmanlagen

Grundsätzlich befürworten wir von sicher@home eine Trennung zwischen Funk-Alarmanlage und klassicher Hausautomation. Wer allerdings aus Gründen der Praktikabilität keine zwei Systeme installieren möchte, für den kann die HOMEE Zentrale mit Z-Wave Erweiterung eine echte Alternative sein.