Die Nachfrage an Überwachungskameras wird immer größer. Mussten bislang nur öffentliche Einrichtungen zum Schutz vor Vandalismus und Gewalttaten oder private Unternehmen zum Schutz vor Industriespionage und Diebstahl auf die visuelle Sicherheitstechnik zurückgreifen, wird der Bedarf an Überwachungskameras im privaten Bereich immer größer. Die Angst vor der zunehmend stärker wahrgenommenen Einbruchskriminalität und das steigende Bedürfnis nach Schutz für Kinder oder Haustiere sorgen dafür, dass Wohnungen und Häuser vermehrt mit Smart Home Überwachungskameras bestückt werden. Das haben viele Anbieter und Händler erkannt. Sie überfluten den Markt mit verschiedensten Überwachungssystemen.

Daten der Smart Home Überwachungskameras richtig speichern

Bei den modernen Smart Home Überwachungskameras werden unterschiedlichste Systeme angeboten, die in ihren Eigenschaften, Anwendungsmöglichkeiten und Qualitäten stark voneinander abweichen. Das Angebot ist undurchsichtig und für den Laien kaum mehr zu überschauen. Große Unterschiede gibt es beispielsweise bei der Speichertechnik. Hier muss sich der Nutzer im Klaren darüber sein, was er benötigt. Reicht der Livestream oder müssen die Aufzeichnungen gespeichert werden? Ist das Abspeichern auf Festplatte, Speicherkarte oder eher in einer Cloud am sinnvollsten? Nachfolgend findet Ihr ein paar Gedanken und Tipps dazu, für welchen Bedarf welche Art von Speicherung am effektivsten ist.

Cloud Speicher

Notwendige Dokumentation oder pure Lust am Sammeln?

Zunächst stellt sich die Frage, ob und für welchen Zeitraum die Aufnahmen der Smart Home Überwachungskamera gespeichert werden müssen. Für das Speichern von Videomaterial werden Speichermedien und Übertragungstechnik benötigt, die Platz und Geld kosten. Zudem unterliegt das Abspeichern von Daten grundsätzlich gesetzlichen Regelungen. Wenn das Videomaterial nicht benötigt wird, ist es daher sinnvoll, den Aufwand für die Speicherung zu meiden. Es reichen dann Überwachungskameras, die das Bildmaterial direkt auf einen Bildschirm oder ein Smartphone übertragen und nicht zusätzlich speichern. Häufig wird diese einfache Art der Überwachung genutzt, um gleichbleibende Prozesse sporadisch oder regelmäßig zu beobachten und zu kontrollieren. Etwas das Arbeiten von Maschinen in Unternehmen oder der zuhause gelassene Hund in privaten Wohnungen.

Wieviel Daten werden gebraucht?

In den meisten Fällen benötigen die Nutzer einer Überwachungskamera aber auch im Nachhinein das Aufnahmematerial. So können zurückliegende Vorkommnisse belegt oder analysiert werden. Zu diesem Zweck müssen die Aufnahmen gespeichert werden, um sie jederzeit abspielen zu können. Diese Art der Überwachungskameras wird häufig zum Schutz vor Einbrüchen oder Diebstählen verwendet. Die Kamera zeichnet die Geschehnisse auf und speichert sie unmittelbar ab. Bei der Wahl seiner Überwachungskamera muss sich der Nutzer überlegen, ob die Daten kurzfristig oder dauerhaft benötigt werden. Auch muss er entscheiden, ob die Daten auf einer Speicherkarte, einer Festplatte oder in einer Cloud gespeichert werden sollen. Auch hier kommt es wieder darauf an, für welche Zwecke die Überwachung eingerichtet werden soll.

Livestream für kurze Intervalle

Es kommt vor, dass das Filmmaterial nur für einige Stunden gespeichert werden muss. Um nicht unnötig viel Datenvolumen zu produzieren, werden die Aufnahmen nach ein paar Stunden einfach wieder an den Anfang des Speichermediums abgespeichert. Aufnahmen, die dort bereits abgelegt sind werden überschrieben. So stehen praktisch immer nur die Sequenzen der zurückliegenden Stunden zur Verfügung. Dies reicht häufig aber völlig aus, wenn davon auszugehen ist, dass das beobachtete Geschehnis nur kurz anhält und unmittelbar reagiert werden kann. Dies könnte zum Beispiel ein Überfall auf einen Kiosk sein. Entscheidend für die Ermittlung des Täters sind die wenigen Sekunden der Tat und evtl. ein paar Minuten vorab, wenn der Täter sich nähert. Filmaufnahmen der vorherigen Tage sind in der Regel irrelevant.

Wohin mit den vielen Daten?

Eine langfristige oder sogar dauerhafte Speicherung von Daten aus Überwachungskameras ist von vielen Nutzern aber dennoch erwünscht. Die Gründe dafür sind vielfältig. Etwa wenn das zu bewachende Objekt längere Zeit nicht genutzt wird oder mögliches langfristiges Ausspionieren geprüft werden muss. Wer sich für solch eine Überwachungstechnik entscheidet, muss sich dann nur noch entscheiden, wo die Daten abgespeichert werden.

Moderne Smart Home Überwachungskameras zeichnen ihre Aufnahmen digital auf. So können die Videodaten einfach und sehr schnell von der Kamera zum Monitor und zum Speicher übertragen werden. Via Funktechnik, etwa Bluetooth oder Wlan, ist die Datenübermittlung sogar kabellos möglich. Dies ermöglicht es, die Daten nicht nur auf Speicherkarten in der Kamera oder Festplatten am Rechner abzulegen, sondern mithilfe des Internets auf die Onlinespeicher von Cloudanbietern zu platzieren.

Sicherheit mit lokalen Speichern

Ob die Videosequenzen lokal auf Speicherkarten oder online in einer Cloud gespeichert werden sollten, hängt ganz von den Präferenzen des Anwenders ab. Für die Verwendung von eigenen Speichermedien spricht, dass die Daten in der eigenen Hand bleiben und kein fremder Server Zugang haben könnte. Allerdings werden Speicherkarten, Lesegeräte oder Festplatten benötigen. Diese zusätzliche Hardware kosten Geld. Zudem kommt im Laufe der Jahre einiges an vollen Speicherkarten oder Festplatten dazu. Diese müssen ordentlich archiviert werden, um bei Bedarf zügig auf die benötigten Daten zurückgreifen zu können.

Komfortables Speichern in der Cloud

Das Speichern in einer Cloud ist komfortabler. Die aufgenommenen Daten der Smart Home Überwachungskamera werden einfach per Wlan oder Buetooth an die Basisstation gefunkt und von dort aus über das Internet in die Cloud hochgeladen. Die Videos können dann von den eigenen Smartphones, Tablets oder Rechnern zu jeder Zeit und von jedem Ort der Welt über die Cloud-App eingesehen werden. Um ein Höchstmaß an Datensicherheit zu haben, müssen allerdings besondere Sicherheitsaspekte beachtet werden. Dazu zählen sichere Passwörter und aktuelle Antivirenschutzprogramme auf den Endgeräten.